Ghost in the Shell 4K Blu-ray

    Originaltitel: Ghost in the Shell | Release: 10.08.2017 | Kinostart: 30.03.2017 | Laufzeit: 107 min | FSK: ab 16 Jahre
    Herausgeber: | Regisseur:
    Cover: Front |


    Video:
    Quellmaterial5K
    DI (Kino): 2K
    Bildformat: 1.77:1 (16:9)
    HDR: Ja (HDR10)
    Tonspuren:
    • Deutsch Dolby Atmos
    • Englisch Dolby TrueHD 7.1
    Untertitel:
    • Deutsch
    • Englisch
    Zusätzliche Informationen:
    EAN-Code: 5053083123888
    Ausstattung: UHD Blu-ray + HD Blu-ray

    Beschreibung Ghost in the Shell:

    Ghost in the Shell (4K Ultra HD) (+ Blu-ray)

    Preis: EUR 24,49

    3.6 von 5 Sternen (307 Rezensionen)

    37 Neu & Gebraucht erhältlich ab EUR 18,45

    Auf Basis des Manga-Meisterwerks von Masamune Shirow und dem bereits veröffentlichten Animes aus 1995 entsteht unter der Regie von Rupert Sanders (Show White and the Huntsman) die Realverfilmung von „Ghost in the Shell“.

    „Ghost in the Shell“ spielt in einer dystopischen Zukunft im Jahr 2029 in der viele Menschen Cyborgs sind. Der ganze Körper oder einzelne Körperteile werden durch künstliche Implantate ersetzt. Eine Biokapsel (die Shell) versteckt die Implantate und gibt dem Träger einen menschlichen Look. Bis auf wenige Zellen lassen sich sogar teile des Gehirns mit dieser Technik ersetzten. Einzig und allein der Teil des menschlichen Gehirns mit der Identität und Persönlichkeit (dem Ghost) ist in einem Cyborg immer vorhanden. Motoko Kusanagi (Scarlett Johansson) ist so ein Cyborg. Ihr kompletter Körper ist bis auf ihren Ghost eine hochmoderne Maschine mit übermenschlichen Kräften. Sie kann sich selbst nicht oder nur in Fragmenten an ihr menschliches Dasein erinnern.

    Ihr Leben und das Leben vieler anderer Cyborgs wird bedroht, als ein Hacker mit dem namen „Puppetmaster“ (Puppenspieler) es geschafft hat die Sicherheitsbarrieren der Shells zu überwinden um so die künstlichen Körper kontrollieren zu können. Major Motoko Kusanagi ist teil der streng geheimen Sektion 9, die für das Innenministerium Probleme beseitigt und nimmt die Bedrohung sehr ernst, wenn nicht sogar persönlich.

    Im Laufe von „The Ghost in the Shell“ lernt Motoko immer mehr über ihre eigene Vergangenheit und sieht sich im Zwiespalt zwischen ihrer Herkunft und ihrer Verpflichtung für die Sektion 9.

    Trailer zu Ghost in the Shell

    Rezension / Kritik zu Ghost in the Shell:

    Inhalt: 75%

    Masamune Shirows Manga Ghost in the Shell ist seit seiner Erstveröffentlichung von 1989 ein Klassiker. Nun gibt es mit dem gleichnamigen Film die erste Live-Action-Adaption des Originals, die zwar ein paar Abänderungen an den Details vornimmt, ansonsten aber durchaus erfreulich nahe an der Vorlage bleibt. Eins sollte allerdings bewusst sein: Die Härte des 1995er Animes erreicht der Realfilm nicht – hier geht es zwar gewalttätig aber blutleer zu. Die Faszination des Films geht vornehmlich von der Optik aus.

    Was man hier für 110 Mio. Dollar an dreidimensionalen Effekten und Einfällen abfeuern, sucht selbst im Sci-Fi-Genre seinesgleichen. Bei der Besetzung kombinierte man bekannte westliche Gesichter mit asiatischen Co-Stars, um die Authentizität zu wahren, gleichzeitig aber das internationale Publikum beliefern zu können. Scarlett Johansson als Mira Killian ist eine ideale Wahl, wenngleich sie die Figur zunächst auf ein emotional extrem kaltes Niveau herunterkühlt, solange sie sich entsprechend gefühlslos im Sinne eines Cyborgs verhält. Juliette Binoche als Dr. Ouélet (einer hinzugedichteten Figur) wirkt indes, als wäre sie im falschen Film. Gerade, wenn sie an einem Hologramm-Terminal spielt und über technische Details spricht, nimmt man ihr das nicht ab. Bestandteil der Originalstory und auch hier mit dabei ist Batou, Miras einziger „Freund“, der vom breitschultrigen Dänen Pilou Asbæk gespielt wird.

    Eines der Hauptmotive des Mangas, die Sinnsuche der Hauptfigur sowie das Thema Mensch vs. Maschine wird im Film zwar etwas vernachlässigt, schwingt aber durchaus mit. Vor allem in der Auseinandersetzung zwischen Mira und Kuze wird das offenbar. Denn so platt wie die Dialoge insgesamt manchmal scheinen, so tragisch gelingt die Charakterisierung Kuzes, dessen Shell augenscheinlich schon stark gelitten hat. Wenn dann zum Ende hin wieder die Action regiert, setzt es einige coole Fights, die wirklich gut choreografiert sind.

    Bildquälit: 75%

    Ghost in the Shell gehört leider zu den Filmen, die trotz vollständig digitaler Kette und einer Auflösung von 5K an der Quelle nur ein 2K-Digital-Intermediate bekommen haben. Die UHD nutzt also „nur“ hochskaliertes 4k.

    Das ist zwar schade, hätte hier aber keinen großen Vorteil gebracht. Dafür ist die Manga-Verfilmung schlicht zu glattgebügelt und die vielen dunklen Szenen geben ohnehin nur wenige Details preis. Anders bei den nächtlichen Ansichten der Mega-City. Hier würde mehr Auflösung auch noch für etwas mehr Detaildarstellung sorgen. Selbstverständlich wurden aber sowohl HDR und ein erweiterter Farbraum im Rahmen von Rec.2020 integriert.

    Letzterer bewirkt nicht allzu viel, da das Bild bis auf die nächtlichen Ansichten der vor Werbung überbordenden Stadt nicht allzu farbig ausfällt. Ganz anders hingegen HDR. Die erweiterte Bilddynamik sorgt für das im direkten Vergleich wesentlich kräftigere Bild, das auch in dunklen Bereichen und auf Gesichtern noch Zeichnung hat, wo die Blu-ray versumpft. Fast in jeder Szene ist das sichtbar. Die UHD hat der BD hier die besseren Schwarzwerte sowie die kräftigeren Spitzlichter voraus. Aber nicht nur das. Gerade mittelhelle Lichter profitieren davon und leuchten Details wesentlich besser aus.

    Tonqualität: 80%

    Beim Sound nutzt Paramount sowohl für die Blu-ray als auch für die UHD eine deutsche Dolby-Atmos-Spur. Fans der Originalsprache erhalten hingegen „nur“ eine Dolby-True-HD-Version. Bevor die Höhenebene aber zuschlagen darf, bekommt man erst einmal eine wunderbar räumliche, in Zeitlupe gefilmte Herstellung von Mira zu Gesicht, die mit einem großartigen Synthie-Soundtrack unterlegt ist und äußerst dynamisch aus allen 2D-Lautsprechern zum Zuschauer gelangt.

    Ersten Einsatz der Höhenspeaker gibt es nach acht Minuten, wenn die Kamera durch die Stadt auf Mira zugleitet. Allerdings bleibt es danach oft erstaunlich still von oben, obwohl es zahlreiche Möglichkeiten gäbe und die reguläre Ebene weiterhin sensationell bedient wird. So ist der erste Kampf zwischen Mira und einigen Terroristen wirklich ein Highlight mit zahlreichen direktionalen Sounds.

    Dann, nach gut 26 Minuten endlich echte Höheninformation. Wenn sich Mira im Inneren der Elektronik der Geisha vertieft, fällt ein 3D-Sound wie ein Vorhang auf den Zuschauer hinab. Es gurgelt und spratzelt, das es eine Freude ist und man sich wirklich selbst im System wähnt.

    Auch die reguläre Ebene bleibt extrem effektvoll und liefert auch an den Subwoofer ab. Wenn Ouélets Wagen gerammt wird, bleibt zum Beispiel kein Stein mehr auf dem anderen. Klasse sind auch die Stimmen, die ein wenig verzerrt wiedergegeben werden, wenn sich Mira und Batou per Gedankenübertragung unterhalten. Komplett in Schutt und Asche legt dann nach knapp 88 Minuten der Kampfpanzer das Heimkino, dessen Stampfen schon für verärgerte Nachbarn sorgt – ganz zu Schweigen von seinen brutalen Geschossen.

    • Deutsch Dolby Atmos (80%)
    • Englisch Dolby TrueHD 7.1 (75%)
    • Tonqualität 4K Version Deutsch: 80%
    • Tonqualität 4K Version Originalton: 75%

    Bonusmaterial: 60%

    Das Making-of von Ghost in the Shell ist das erste von drei Featurettes. Es läuft gut eine halbe Stunde und deckt vom Casting über die Geschichte des Animes bis hin zu den Stunts und Kampfszenen praktisch alles ab. In „Sektion 9: Cyber-Verteidiger“ geht es um die Wissenschaft hinter den Robotern und das letzte Feature, „Mensch & Maschine: Die Geist-Philosophie“ befasst sich in gut zehn Minuten näher mit dem Original-Anime und den Ideen, die hinter dem Blick in die Zukunft stecken. Die Extras befinden sich allesamt auf der HD Blu-ray.

    Fazit:

    Ghost in the Shell ist kein neuer Blade Runner und auch nicht der blutige Film, den sich Fans vielleicht gewünscht haben. Aber er unterhält – und das ziemlich gut. Dazu ist er optisch ein absolutes Fest. Möglicherweise geht es dem Film ähnlich wie Thron oder Thron Legacy, die beide im Kino auch nur mäßig erfolgreich liefen, dann aber im Heimkino bzw. auf Video den Nachbrenner einschalteten und kultisch verehrt wurden.

    Timo Wolters blu-ray-rezensionen.net

    Gesamtbewertung:

    76%

    Bild:75%
    Ton 4K Deutsch:80%
    Ton 4K Originalton: 75%
    Inhalt:75%
    Bonus:60%

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